Einweihung ins Mysterium des Obstbaus

15.10.2008

Angelika Reitzer steckt „Frauen in Vasen“ und ist eine der meistbeachteten jungen Autorinnen des Landes

Porträt: Daniela Strigl

Der tut, als wäre ich eine Dichterin, als würde das was haben. Keine Ahnung, wovon der redet.“ So heißt es in der Erzählung „Sonnenschirme“ über einen Typen, „Journalist oder Philosoph oder was“. Darin, partout kein Aufhebens von ihrer Profession zu machen, ähnelt die Autorin ihrer Figur: Unprätentiöser geht’s nicht.

Angelika Reitzer ist diskret, was Persönliches, was ihre Arbeit betrifft – und überhaupt. Dass aus dem Schreiben eine Profession geworden ist, hat sie nie zu erzwingen versucht. Geschrieben hat sie „schon sehr lang“, auch einiges veröffentlicht: „Ich hab aber auch andere Sachen gemacht, eine Zeitlang in einem Verlag gearbeitet.“ In diesem Sinn war die Publikation des Erstlings keine Existenzfrage – „obwohl es vom Selbstverständnis her schon schwierig ist, sich als Autorin zu bezeichnen, solange man auf kein Buch

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