Berufsalternativen für finanzschwache Autoren

15.10.2008

Schriftsteller sind eigentlich Ermittler, meint Hanno Millesi, und versorgt seinen Helden mit einem dubiosen Aufrag

Text: Alfred Pfoser

Früher drängte sich von Staats wegen die Idee auf, die Schriftsteller Bibliothekare werden zu lassen. Denn wer viel und gern liest, so die Überlegung, kann daraus gleich einen Beruf machen und die Leute überzeugen, dass sich Lesen lohnt. Dass die Realisierung nicht so ganz überzeugend war (bei Robert Musil etwa), weil sich die Bibliothekare mehr mit dem Ordnungmachen als mit dem Lesen beschäftigt, hat manche Schriftsteller, aber auch manche Arbeitgeber unglücklich gemacht.

Wegen seiner bizarren und trockenen Beobachtungen des Familienlebens im Geschichtenzyklus „Wände aus Papier“ wurde der Wiener Schriftsteller Hanno Millesi, von der Kritik viel gelobt. In seinem jüngsten Buch „Der Nachzügler“ schlägt er für Autoren nun eine Berufsalternative vor, die ebenso unzuverlässig ist wie die Idee mit dem Bibliothekar.

Sein Ich-Erzähler wird, mangels

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