Der Teufel ist auch nur ein Mensch

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Michael Stavaric lässt in seinem Roman „Magma“ den Leibhaftigen aus der Weltgeschichte erzählen

Text: Sebastian Fasthuber

In seinen Romanen „stillborn“ und „Terminifera“ konzentrierte sich Michael Stavaric auf die Form des Monologs und das Innenleben seiner Figuren. Mit „Magma“ bricht er diese Perspektive ein wenig auf und unternimmt eine geführte Reise durch die Geschichte der Welt. Geschildert wird sie dem Leser durch die Brille einer ziemlich allmächtig und allwissend auftretenden Figur. Die wirkt zunächst rätselhaft, wobei man sich dann schnell denken kann, dass es sich eher nicht um Gott handelt, sehr viel wahrscheinlicher um den Beelzebuben höchstpersönlich.

Gewiss, wenn ein Schiff sinkt oder ein Vulkan ausbricht, ist der Mann immer mit von der Partie. Dennoch kommt er bei Stavaric nicht als der Allerunsympathischste rüber. Manches scheint ihm mehr zu unterlaufen, als dass böser Wille dahinterstecken würde: „Wenn man nur kurz nachdenkt, wird einem klar, dass


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