„Hätte ich mich besser verhalten?“

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Der britische Historiker Orlando Figes wagt sich in „Die Flüsterer“ hinab in die Abgründe des Stalinismus

Interview: Erich Klein

Der britische Historiker Orlando Figes, Verfasser einer monumentalen Geschichte der Oktoberrevolution mit dem Titel „Tragödie eines Volkes“ (dt. 1998) und der nicht minder imposanten russischen Kulturgeschichte „Nataschas Tanz“ (dt. 2003) hat mit „Die Flüsterer“ eine Tiefenbohrung in das Innere des Stalinismus unternommen. Die Wahrheit über den Gulag und den Stalin’schen Terror mit seinen 25 Millionen Toten wurde jahrzehntelang nur im privaten Familienbereich erzählt – eben geflüstert.

Anhand von Tagebüchern prominenter Autoren wie Kornej Tschukowskij oder Michail Prischwin, privater Familienarchive wie jenem von „Stalins Liebling“ Konstantin Simonow, vor allem aber von hunderten Interviews, die Mitarbeiter der Moskauer Menschenrechtsorganisation Memorial durchführten, entstand eine imposantes Panorama des Lebens in Stalins Russland


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