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aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Merlin Donald sezierte das menschliche Bewusstsein. Sein Fazit: Der Mensch ist doch mehr als eine neuronale Maschine

Text: Frank Hartmann

Wenn in einem Sachbuch über Bewusstsein im Register die Namen Kant und Hegel fehlen, dafür aber der von Kanzi, einem Bonobo-Zwergschimpansen, auftaucht, dann scheint uns wieder einmal ein amerikanischer College-Professor die Welt erklären zu wollen.

Es kommt dann doch ganz anders, denn Merlin Donald ist erstens Kanadier und zweitens Neurowissenschaftler mit empirischer Forschungserfahrung im Bereich menschlicher Kognition. Es geht also ausnahmsweise einmal um das Gehirn und nicht bloß um die Gene.

Schon Donalds erstes, nicht übersetztes Buch zum Ursprung des modernen Geistes widmete sich der kognitiven Evolution. An der vorliegenden deutschen Ausgabe seines zweiten Buches, das dieses Motiv fortsetzt, fällt sogleich auf, dass es sehr gut lesbar ist. Man lernt, was diskutiert wird: Sind Geist und Bewusstsein kulturelle Erfindungen?

Hängen die Experimentalforscher


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