Schild kröten knacken, Seelöwen reinlegen

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Markus Bennemann schrieb ein gutes Buch über Tiere: Sie überleben durch Strategien, die auf Kosten anderer gehen

Text: Karin Chladek

Nicht argumentative Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung, sondern das pure Staunen am Einfallsreichtum der Natur, an überraschenden tierischen Jagdmethoden und bizarren Jäger-Beute-Konstellationen steht im Mittelpunkt dieses unterhaltsamen Buches. „Im Fadenkreuz des Schützenfisches. Die raffiniertesten Morde im Tierreich“ ist wie kurzweiliges „Universum“-Fernsehen zwischen Buchdeckeln – ein filmreifes und teilweise auch von neueren Film- und Fernsehdokumentationen bekanntes Kaleidoskop über das Fressen und Gefressenwerden.

So ist zum Beispiel die Tatsache, dass Schwertwale auf der Jagd nach jungen Seelöwen absichtlich „stranden“ können, um ihre Beute durch den ebenso spektakulären wie riskanten Landgang zu überrumpeln, spätestens seit Ausstrahlung der BBC-Serie „Unser blauer Planet“ weltweit bekannt. Der Autor Markus Bennemann,


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