McAbendland ist abgebrannt

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Die neue Bürgerlichkeit preist die Familie und warnt vor Multikulti. Wo bleibt da noch Platz für linke Ideen?

Text: Thomas Askan Vierich

Dreißig Prozent für rechte Populisten in Österreich. Das Ausland reibt sich einmal mehr verwundert die Augen. In Österreich findet man das alles ganz normal. Das sind doch nur verirrte Protestwähler! Das nächste Mal wählen sie schon wieder „bürgerlich“. Oder stehen FPÖ und BZÖ gar schon für eine neue Bürgerlichkeit rechts der Mitte? Ist Strache der neue Schüssel?

Was heißt überhaupt „bürgerlich“? Macht uns das Einhalten konservativer Anstandsregeln, die Pflege alter Traditionen zu besseren Bürgern? Das Spießertum, gerne auch mit xenophobem Unterton, ist en vogue – die Vielzahl an Neuerscheinungen über Bürgerlichkeit, Kleidungsvorschriften und Traditionen spricht eine deutliche Sprache.

Wenn Männer wieder wissen wollen, welche Schuhe man zu welcher Hose trägt, ist das Ausdruck einer Sehnsucht nach Verbindlichkeit in einer unübersichtlich

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