Berechnete Unberechenbarkeit

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Ein mathematischer Roman und ein fantasievolles Sachbuch über Spieltheorie. Zwei Empfehlungen

Text: Martina Gröschl

Morisette, New Jersey, 1919. Der indische Mathematiker Vijay Sahni wird verhaftet. Ihm wird Ungeheuerliches vorgeworfen: Bei einer öffentlichen Versammlung soll er das Christentum als unlogisch und seine Anhänger als Narren bezeichnet haben. Zur Prüfung der Frage, ob Sahni wegen Verstoßes gegen das Blasphemiegesetz angeklagt werden soll, wird der ehrenwerte Richter John Taylor beauftragt, ein Mann des Glaubens und von untadeligem Ruf. Er besucht Vijay Sahni mehrmals in dessen Zelle im Bezirksgefängnis, um das Motiv hinter den schockierenden Äußerungen herauszufinden.

Kalifornien, Gegenwart. Sahnis Enkel Ravi Kapoor, eigentlich Wirtschaftsstudent in Stanford, besucht beim charismatischen Mathematikdozenten Nico ein Seminar über die Unendlichkeit. Er findet in einem Buch über algebraische Zahlentheorie einen Hinweis auf den Gefängnisaufenthalt seines Großvaters, von


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