Schwarze Löcher für helle Köpfe

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Der Physiker Hans Graßmann formulierte eine leidenschaftliche Kritik an den Gesetzen des aktuellen Wissenschaftsbetriebs

Text: André Behr

Die Fragen sind alt, und wir kennen sie wohl alle seit der Schulzeit: Waren wir zu dumm, wenn uns der Physik- oder Mathematiklehrer eine Formel an die Wandtafel zeichnete, die wir dann in den Hausaufgaben und Prüfungen allenfalls mechanisch anwenden konnten, aber irgendwie doch nicht kapierten? Oder war der Lehrer schlecht? Hatte er die Sache vielleicht selbst nicht wirklich verstanden?

Die meisten dürften bereit gewesen sein, die Schuld des Nichtkapierens auf sich zu nehmen. Man wurstelte sich durch, orientierte sich in der Berufswahl anders, und von da an galten Physiker und Mathematiker als Wandelnde in Sphären, die uns zwar für immer verschlossen sind, aus denen aber wenigstens via Medien in schöner Regelmäßigkeit neueste Meldungen eintreffen.

Nachrichten von abenteuerlichen Forschungen über verschränkte Photonen, Quantencomputer, lebende und


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