Darwins Dogmen von der natürlichen Zuchtwahl gehören auf die Müllhalde der Theorie

aus FALTER 42/08 vom 15.10.2008

Der Darwinismus hat die Ideen vom immerwährenden „Kampf ums Dasein“ und vom „Überleben des Stärkeren“ populär gemacht. Gerade im Zeitalter des Turbokapitalismus scheinen diese Parolen plausibler denn je. Ein schreckliches Missverständnis, warnen Biologen. Gegen die Vorstellung vom Menschen als rücksichtsloser Egomaschine argumentiert der Freiburger Neurobiologe Joachim Bauer. „Das kooperative Gen“ versteht sich als radikaler Gegenentwurf zu Richard Dawkins’ wirkmächtigem Bestseller „Das egoistische Gen“ (1976). Die „Dogmen Darwins“ von der rein zufälligen Mutation des Erbguts und der natürlichen Selektion als den Triebkräften der Evolution gehören für Bauer auf die Müllhalde empirisch widerlegter Theorien.

Zu diesem Zweck fasst er Forschungen nach der Entschlüsslung des menschlichen Genoms 2001 pointiert zusammen. Die Überraschung bestand damals darin, dass die Gene nur einen sehr kleinen Anteil der DNA ausmachen, nämlich 1,2 Prozent. Galt der riesige

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