Praktikumsbericht aus einer Modeagentur

Seele gegen Mode?

aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Um in der Modebranche Fuß zu fassen, ging Nicole Maria Winkler für ein Praktikum nach Deutschland. Für wenig Geld und aus Liebe zum Job

Es gibt Jobs, die machen wir aus rein monetären Gründen. Und es gibt Jobs, für die wir unsere Seele verkaufen. Oder Praktikantin werden. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Praktikumstag erinnern. Nach einer wenig erholsamen Nacht in einem Münchener Billig-Hostel irrte ich morgens im Norden der bayrischen Hauptstadt durch kniehohen Schnee. Nach mehreren Planlese-Versuchen, höflichem Sondieren bei Ortskundigen und gefühlten Stunden in der Eiseskälte fand ich endlich meine Arbeitsstelle in spe. Dort traf ich die beiden Geschäftsführer, die ich bisher nur aus E-Mails gekannt hatte, zum ersten Mal persönlich. Ein richtiges Blind Date also - Stellenausschreibung, Kontaktaufnahme und auch Bewerbungsgespräch erfolgten, wie im Web 2.0-Zeitalter üblich, online. Und das war der Deal: Drei Monate Praktikum im Showroom einer bekannten Mode-Vertriebsagentur.


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