Ortskenntnisse und Schnitzelsemmeln

aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Keiner kennt sich besser im Dorf aus als der Briefträger oder die Briefträgerin. "Wenn mir jemand von einem Einwohner erzählt - den muss ich persönlich gar nicht kennen, ich weiß trotzdem sofort, wo er wohnt", lacht Denise. Sie studiert in Wien Deutsch und Geographie fürs Lehramt. Die Weinviertlerin war heuer im Sommer zum zweiten Mal Urlaubsvertretung bei der Post in ihrem Heimatort.

Der Arbeitstag einer Briefträgerin beginnt früh. Meistens war Denise schon um halb sechs im Postamt, weil die Briefe am Morgen geliefert werden und erst einmal sortiert werden müssen.

"So um halb acht bin ich dann in meinen Rayon gefahren", sagt sie. Ein Rayon ist das Gebiet, das ein Briefträger betreut - am Land meist ein Dorf, in der Stadt ein Bezirksteil. Natürlich im gelben Postauto. Ein B-Führerschein ist notwendig, um den Job machen zu können.

"Letztes Jahr bin ich eine Woche lang eingeschult worden, dieses Jahr zwei Tage. Und der erste Tag, an dem ich allein meine Runden gemacht habe, war


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