Sieben Stunden Workout täglich

aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

"Es ist ein Knochenjob. Ich bin in den ersten drei Wochen auf allen Vieren heimgekommen und war für den Rest des Tages zu vergessen." Jus-Student Friedrich (23) war einen Sommer lang in Wien für die MA 48 als Müllmann unterwegs. Hitze, Dreck und Gestank waren seine ständigen Begleiter, aber dafür durfte er am Müllauto trittbrettsurfen und eine schicke orange Latzhose tragen. Und die Bezahlung war auch nicht schlecht. Ist man auf "Tour", verdient man als Ferialarbeiter rund 2.000 Euro netto, je nach Zulagen. Bekommt man keinen Platz in der Abfallwirtschaft oder ist körperlich nicht dafür geeignet, wird man woanders eingeteilt. Soll heißen, man darf entweder "Geier" auf der Deponie spielen oder die Straße putzen. Nachteile: längere Arbeitszeiten und geringere Bezahlung.

Friedrich hatte Glück, er war als "Kipper" auf Tour. Für ihn hieß das, einen Sommer lang ab sechs Uhr morgens zu arbeiten: "Man meldet sich in der Früh in der jeweiligen Unterkunft, dann kommt das Müllauto,


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