Karrieremenschen

Ungleiche Brüder

Christian Köck | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Karriere kann man machen, indem man Aufgaben, die einem andere stellen, souverän bewältigt - oder durch die Verwirklichung der eigenen Visionen. Zwei Beispiele aus dem persönlichen Umfeld der DURST-Redaktion

Ich habe drei Schwestern und bin deswegen immer gerne bei meinen beiden älteren Cousins gewesen. Sie sind beide sehr lässige Typen und Karrieremenschen - allerdings auf sehr unterschiedliche Art.

Der eine, Ernst (das ist nicht sein richtiger Name, doch es gibt ihn wirklich), ist zehn Jahre älter als ich. Die Älteren in einer Reihe von Nachkommen sollen ja die Klügeren sein, denn sie wachsen als Erzieher ihrer Geschwister auf und eignen sich dabei Intelligenz und Souveränitat an. Studien, die das behaupten, haben mir schon immer eingeleuchtet, weil Ernst für mich deren Quintessenz darstellt. Er war ein Einserschüler, ein begabter, eifrig übender Pianist, der Schwiegersohn-Traum vieler Müttern in unserem niederösterreichischen Dorf - und bei alldem kein langweiliger Zeitgenosse.


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