Der Profi

So kann's gehen

aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Spitzenmanager und Wirtschaftsphilosoph Klaus Woltron über den Mikrokosmos Praktikum

Interview von Christoph Zotter

Durst: Herr Woltron, Sie waren Spitzenmanager und haben sich erfolgreich selbstständig gemacht. Haben Sie diese Karriere mit einem Praktikum begonnen?

Klaus Woltron: Ich habe seit meinem 14. Lebensjahr jedes Jahr in den Ferien als Praktikant bei verschiedenen Betrieben gearbeitet. Das erste Mal bei Schoeller-Bleckmann in Ternitz, Niederösterreich. Gleich am ersten Arbeitstag habe ich mir an einer Maschine die Hand zerschnitten. Die Narben sieht man immer noch. In den Sechzigerjahren studierte ich dann in Leoben Metallurgie, da waren Praktika in der Industrie eh vorgeschrieben.

Sie raten also dazu, möglichst viele Praktika zu absolvieren?

Unbedingt! Man lernt jeweils eine eigene kleine Welt kennen: Reifenhersteller, Spitäler, die Kanalisation, die ÖBB - das sind eigene Mikrokosmen mit eigenen Gesetzmäßigkeiten. Bei einem Praktikum kann man sich anschauen, wie so etwas funktioniert,


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