Banken muss man helfen, aber nicht so

Falter & Meinung | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Das Hilfspaket für die Banken fordert zu wenig von den Verursachern der Krise und zu viel von der Allgemeinheit

Kommentar: Markus Marterbauer

Nun krachen auch europäische Banken. Die Finanzkrise, die vor einem Jahr am US-Immobilienmarkt begonnen und sich durch unsolide Finanzprodukte und absurde Fehlspekulationen auf die ganze Welt ausgebreitet hat, erreicht den Kontinent.

Die Politik griff zunächst mit Schnellschüssen zur Rettung konkursreifer Banken ein, bald aber auch mit grundlegenden Rettungsplänen für das gesamte Finanzsystem.

Dabei hat die britische Regierung die Führungsrolle in der EU übernommen. Premierminister Gordon Brown stellte rasch ein breites und ökonomisch gut durchdachtes Paket mit vier zentralen Inhalten zusammen.

Erstens sichert die Regierung gemeinsam mit der Notenbank die Liquidität der Banken.

Zweitens beteiligt sich der Staat selbst mit frischem Eigenkapital an den Finanzinstituten.

Drittens wird die Einlagensicherung für die Sparer auf 50.000 Pfund erhöht.


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