Dolm der Woche: Bernhard Kohl

Wertungsexzess

Politik | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Radfahrprofi Bernhard Kohl machte aus seinem Dopinggeständnis eine Heul-Show

Zuerst alle betrügen, andere Sportler um den Sieg prellen, damit auch noch Millionen scheffeln - und wenn man ihm draufkommt, dann heult er los wie ein Baby. Bernhard Kohl, Österreichs gefeierter Tour-de-France-Bergkönig, gab mit seinem tränenreichen Dopinggeständnis eine derart würdelose Vorstellung, dass man sich sogar vor dem Fernseher fremdschämte. Da gelten keine Ausreden wie: Der arme Kerl ist jung, dumm und brauchte die chemische Unterstützung, um seine Karriere nicht zu beschädigen. Wenn man als erwachsener Mensch etwas angestellt hat und dabei erwischt wird, sollte man nicht auf die Mitleidstour kommen, sondern seinen Mann stehen. Anscheinend dachte Kohl, er könne sich mit der Betroffenheitseinlage irgendwie retten - aber es war nicht Hollywood, sondern Wolkersdorf.


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