An Amerikas Mauer

Politik | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Texas ist mehr als das Land der Cowboys. Trotzdem hat Barack Obama hier keine Chance

Reportage und Fotos: Matthias G. Bernold / USA

Es ist ein Damm aus rötlichem Lehm, Steinen und Sand. Er befindet sich an der Rückseite des Gartens von Erik Garza, einem Obstbauern aus Granjeno, Texas. Auf dem Wall fahren Baumaschinen hin und her. Sie errichten eine fünf Meter hohe Mauer aus Beton, parallel zum Rio Grande. Eines Tages wird sie mexikanische Einwanderer daran hindern, die Grenze zu überschreiten.

Garza, dessen Gesicht ein buschiger Schnurrbart ziert, hatte Glück. Eigentlich sollte der Wall unmittelbar neben seinem Haus stehen. Genau an jener Stelle, wo sich die weiße Holzbrücke malerisch über seinen Fischteich spannt. Wären er und seine Nachbarn mit ihren Rechtsmitteln gescheitert, hätten sie ihre Gärten heute nicht mehr. Und die Greißlerin am Eck, bei der man Lassowerfunterricht nehmen kann, hätte nicht mehr ihr Holzhäuschen fürs Klo.

Der südliche Zipfel von Texas mit seiner mexikanischen


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