Krachende Banken, bankrotte Staaten. Was letzte Woche in Sachen Finanzkrise geschah

Politik | Richard Wimmer | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Island vor dem Bankrott: Internationale Medien berichteten am Montag, dass Island vom Weltwährungsfonds und anderen Zentralbanken einen Kredit über sechs Milliarden Dollar erhalten würde. Der Staat war durch die Auslandsaktivitäten seiner Banken in erhebliche Zahlungsschwierigkeiten geraten. Auch österreichische Banken sind durch ausstehende Kredite von der Krise betroffen.

Das Bankenpaket: Der Nationalrat beschloss am Montag die Absicherung heimischer Finanzinstitute mit rund 100 Milliarden Euro. Spareinlagen von Privatpersonen sind bis Ende 2009 voll garantiert, danach bis zu 100.000 Euro. Finanzinstitute können Geld über eine eigens eingerichtete Clearingstelle abrufen. Im Notfall kann sich der Staat an Banken beteiligen.

Der Fall Constantia: Noch bevor das Bankenpaket beschlossen wurde, fing eine Bankengruppe unter Führung der Nationalbank die Constantia Privatbank auf. Das Institut war, ausgelöst durch interne Turbulenzen, förmlich ausgeronnen. Das Hilfspaket beträgt 450 Millionen.


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