"Ich dachte, ich sollte mich bedanken"

Feuilleton | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

1988 gründete Claudio Abbado Wien Modern. Mit Lothar Knessl erinnert er sich an die Anfänge des Festivals

Gespräch: Lother Knessl

Zwanzig Jahre!? Wirklich schon 20 Jahre?" - Erfreut überrascht, fast ungläubig erstaunt reagiert Claudio Abbado auf die Bitte, einige Gedanken und Erinnerungen zum Jubiläum des von ihm 1988 ins Leben gerufenen Festivals Wien Modern zu formulieren. Es ist Ende September, Abbado weilt im Rahmen eines Gastspiels mit seinem Lucerne Festival Orchester gerade für zehn Tage in der Stadt. Gut einen Monat zu früh, um bei der Eröffnung von Wien Modern 2008 noch dabei sein zu können.

Es ist Abbados Lebenshaltung, möglichst wenig zu reden, dafür umso mehr die Musik sprechen zu lassen. Doch irgendwann zwischen Proben, Konzerten und Projektplanungen ist der wortkarge Dirigent zu einem Gespräch bereit. Gelöst und locker wirkt er, fühlt sich in Wien offensichtlich wohl. Die Stadt erscheint ihm viel heller, sauberer und offener als vor 20 Jahren.

Wien ist Abbado wohlvertraut.


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