Der Berg als Minenfeld

Feuilleton | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

In "Nordwand" stellt sich Philipp Stölzl einem ideologisch suspekten Filmgenre

Rezension: Michael Pekler

Toni Kurz beendete sein Leben vor den Augen der Retter. Darum war die Katastrophe so unmittelbar und so erschütternd, dass sie nie vergessen werden wird", schreibt Heinrich Harrer in seinem Bestseller "Die Weiße Spinne".

Harrer berichtet darin von seiner erfolgreichen Durchsteigung der berühmt-berüchtigten Eiger-Nordwand im Juli 1938, die von Nazi-Deutschland auch deshalb als Triumph des Willens gefeiert werden konnte, weil sich zwei Jahre zuvor die bis dahin schlimmste Tragödie am Eiger ereignet hatte: Vier Männer, zwei Deutsche und zwei Österreicher, starben unter dramatischen Umständen nach mehrtägigem Überlebenskampf in der Wand. Erst 1938 sollte, um in der Nazi-Diktion zu bleiben, das "letzte Problem der Alpen" gelöst sein.

In Philipp Stölzls "Nordwand" sieht man zwei Männer 1936 in die Schweiz radeln. Toni Kurz (Benno Fürmann) und Andi Hinterstoisser (Florian Lukas)


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