Mit Schafen spielt man nicht

Stadtleben | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Die Mannschaft der Färöer-Inseln ist die Ahnfrau des österreichischen Fußballs. Es gibt sie gar nicht, aber sie wirkt

Bericht: Johann Skocek

Die Färöer werden den Österreichern so lange erscheinen, bis diese aufhören, sich im Fußballspiel zu versuchen.

Am vergangenen Mittwoch gaben Österreichs Teamfußballer im Heimspiel gegen die Serben Anlass zur Hoffnung, es werde demnächst nicht mehr notwendig sein, über das Spiel zu sprechen. Es wird einfach aufhören. Wie der Austropop, der Sommer oder die ÖVP.

Seit der WM 1998 kämpft Österreich gegen sein Verschwinden. Das 0:1 in Landskrona 1990 gegen die Mannschaft der Färöer gilt als die größte Schande, die eine Fußballmannschaft jemals über das Land gebracht hat. Seither wird die Niederlage bearbeitet wie jedes gute österreichische Trauma: nämlich verdrängt. Einsicht wäre zu schmerzhaft, also wird die "Schuld" dorthin verschoben, wo sie bewältigbar oder zumindest aushaltbar erscheint: Es war Teamchef Josef Hickersberger,


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