Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Dr. Pepper

Stadtleben | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Trink den Doktor: Refill gibt's schon - wann kommt Dr. Pepper?

Die Auswahl an bizarren Limonaden ist in den USA gewaltig. Der Amerikaner spricht in diesem Zusammenhang gerne verharmlosend von soda, was die Hintern der Trinkerschaft aber auch nicht kleiner macht. Jedenfalls muss es nicht immer Coca-Cola sein, Rootbeer oder Piña-Colada-Brause picksüß passen ebenso prima zum Whopper. Davon natürlich gleich ein Riesenbecher - so oft man möchte, Refill heißt das Zauberwort in Schnellgaststätten.

Und nun kommt Refill auch zu uns. Während Nachfüllen im Ikea-Restaurant noch einigermaßen gesittet vonstatten geht (man bekommt ein kleines Glas und darf sich sein Getränk selbst zapfen), hat nun auch der neugestaltete McDonald's auf der Mariahilfer Straße den SB-Wahnsinn im Programm - und die jungen Leute zapfen sich soda in ihre Becher, was das Zeug hält.

Schade nur, dass das Angebot mit ein paar Colavariationen ziemlich klein ist. An dieser Stelle also der Ruf nach mehr Brausesorten. Dr. Pepper zum Beispiel, eine US-Limo, die beim ersten Schluck eigenartig schmeckt (nach Hustensaft und Klebstoff, also nicht so wahnsinnig fein), aber sofort süchtig macht. Seit 1885 gibt's das 23-Kräuter-Getränk, wie auch Cola von einem Apotheker erfunden - allerdings in Waco/Texas.

Überhaupt nicht zu empfehlen ist die Wintervariante "Hot Dr. Pepper". Denn erwärmt mit Zitrone, so der Vorschlag des Unternehmens, kriegt man den Pfefferdoktor echt nicht runter. Erhältlich u.a. bei Bobbys Foodstore (4., Schleifmühlg. 8). Cw


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