Zwischen Empathie und Partizipation: Meg Stuarts wundersames Mitmachtheater

Steiermark | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Tanzkritik: Hermann Götz

Nach dem dritten herbst-Jahr unter Veronica Kaup-Hasler dürfte es dann doch allen klar sein: Hier wird nicht geprotzt. Oft verstecken sich die Glanzlichter des Festivals im Detail. Eine Ausnahme von dieser Regel versprach im diesjährigen Programm Meg Stuart. Die aus den USA stammende Starchoreografin entwarf eigens für den steirischen herbst ein neues Stück: "All Together Now", eine Arbeit für die große Helmut-List-Halle, die mit ihrem affirmativen Titel zugleich eine neue Tonalität im Werk von Stuart versprach.

Doch selbst dieses programmierte Highlight blieb ein kammermusikalisches. Siebzig Menschen pro Performance wurden zugelassen, genau so viele braucht es, um in der Halle gemeinsam mit dem Ensemble einen großen Wir-halten-jetzt-unsere-Hände-und-atmen-tief-durch-Kreis zu formen. Und genau so viele Menschen fasst jener kleine als altmodisches Alpenhotelzimmer gestylte Raum, in dem Meg Stuart die Zuseher zu Beginn der Vorstellung mit den Themen des Abends

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