Theater

Retro-Charme statt Pointen-Feuerwerk

Kritik

Lexikon | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Zu lieb: Harald Serafin und Peter Weck

Obwohl sie einander nicht ausstehen konnten, waren Willie Clark und Al Lewis jahrzehntelang ein erfolgreiches Team; jetzt sollen sie, mehr als zehn Jahre nach der Trennung, nochmals ihren berühmten "Doktor-Sketch" spielen: Neil Simons Komödie "Sonny Boys" (1972) ist das hochkomische Drama einer zerrütteten Beziehung. Im Volkstheater hat man die Hauptrollen mit zwei Stars besetzt, die nur noch selten auf der Bühne zu erleben sind: Peter Weck, 78, und Harald Serafin, 77. Die entzückenden älteren Herren liefern eine filigrane, subtile, anrührende Performance. Dass der Abend dennoch mehr Retro-Charme als Pointen versprüht, liegt an der altbackenen und etwas trägen Inszenierung (Michael Schottenberg). Und daran, dass Weck und Serafin für den brutalen Witz des Stücks ein bisschen zu lieb sind. wk Nächste Vorstellungen: Volkstheater, Di, Do 19.30


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