Kunst

Luftiger Bändertanz in Schwarzweiß

Vernissagen

Lexikon | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Zilvinas Kempinas, "Columns", 2006

Um eine Atmosphäre von Geheimnis und Poesie zu erzeugen, braucht Zilvinas Kempinas nicht viel. Dem 1969 in Litauen geborenen Künstler reichen die Bänder von Videokassetten, die er in seinen Skulpturen zum Tanzen bringt. In der Kunsthalle werden drei aufwendige Rauminstallationen gezeigt, die sich auf die Idee des Schwebens beziehen. Videobänder werden dabei durch künstlichen Wind in der Luft gehalten. Kempinas' Kunst zeichnet eine Nähe zu Victor Vasarely und Alexander Calder aus. Er rekurriert auf die Wahrnehmungsprinzipien des Auges, benützt aber auch den Zufall. Das Ornament des Schattens gehört ebenso zum Kunstwerk wie die chaotische Bewegung des Materials. NS

Kunsthalle Wien, Do 19.00; bis 25.1.


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