Film

Hellboy 2 Die goldene Armee

Noch im Kino

Lexikon | Joachim Schätz | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Hellboy und sein Kumpel Abe

Der charmanteste Superheld des Kinojahres kommt direkt aus der Hölle und verbringt seine Freizeit vorzugsweise mit einem Sixpack vor dem Fernseher. Mit dem Berufsethos eines mürrischen Installateurs kämpft der krebsrote, muskulöse Dämon Hellboy in US-Regierungsdiensten gegen wütende Waldgötter oder karnivore Zahnfeen. Eine Öko-Fabel um einen rebellischen Elfenprinzen stiftet den nötigen wie notdürftigen inhaltlichen Zusammenhang für das ausgelassene Durcheinander zwischen Film noir und Fantasy, Martial Arts und Slapstick, wissendem Anzitieren und aufrichtigem Pathos. Seinen Höhepunkt indes erreicht der Film weder am Trollmarkt von Brooklyn noch bei der finalen Prügelei mit der titelgebenden Roboterarmee, sondern in einem ergreifenden Intermezzo: Liebeskummerkrank und angeduselt sitzen Hellboy und sein Kollege, der Kiemenatmer Abe, daheim und singen mit bei der unausrottbaren Barry-Manilow-Schnulze "Can't Smile Without You".

Weiterhin in den Kinos (OF im Haydn)


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