Theater

Ein Theater zwischen den Stühlen

Kritiken

Lexikon | Gregor Schenker | aus FALTER 43/08 vom 22.10.2008

Fast wäre es ein Tanztheaterstück geworden

Constanze Dennig wollte mit "Geliebtes Eierschalenkind" einen Fernsehkrimi über Kindesentführung schreiben. Ob das Ganze ein spannendes Kammerspiel geworden wäre, lässt sich nicht mehr sagen, denn Regisseur Marc von Henning hat für seine Inszenierung den halben Text gestrichen. Das macht das Stück nicht weniger Plot-orientiert, man versteht diesen nur nicht mehr. Dafür wird viel bedeutungsvoll gegangen und geschaut. So erreichen die Figuren, die durch eine glitzernde Partylandschaft schleichen, eine bemerkenswerte Flachheit und dienen Zuschauern mit einschlägigen Erfahrungen als Projektionsflächen. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, von Henning wollte eigentlich Tanztheater machen. Dafür fehlt es der Aufführung aber an Rhythmus.

Theater am Lend, Mi-Sa 20.00


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