Kleine Kredite für große Pläne

Politik | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

In Zeiten der Finanzkrise wird "Social Banking" in Europa zum interessanten Geschäft

Bericht: Julia Ortner

Für komplett verschuldete Leute, die nicht wissen, wie sie ihre Gasrechnung zahlen sollen, haben Banken keine Zeit und keine Nerven. Kein Geldinstitut will die schwierigen Kunden haben. Menschen, die sonst nirgendwo mehr erwünscht sind, weil sie zu arm sind und nichts einbringen, bekommen nur in der Zweiten Wiener Vereins-Sparcasse ein Konto ohne Überziehungsrahmen.

Im Normalfall verkaufen Banken Kredite, ihr Ziel ist Profitmaximierung. Doch gerade in Zeiten der Finanzkrise gewinnt auch Social Banking an Bedeutung. Schlechte Konjunkturdaten, hohe Inflation und steigende Arbeitslosigkeit treffen jene besonders, die kein dickes Aktienpaket verzockt haben, weil sie ihr ganzes Geld zum Überleben brauchen.

Die Zweite Sparkasse ist hierzulande der Social-Banking-Pionier. Begonnen hat dieses Bankmodell 2006 als Projekt der Erste Privatstiftung, die einen Anteil von 30,5 Prozent an der Erste

  745 Wörter       4 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige