Wohin ging das Mädchen mit dem Strohhut?

Feuilleton | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Hans-Adam II. zahlt 1,5 Millionen Euro für Friedrich von Amerlings Biedermeier-Girl und gibt es dem Liechtenstein Museum

Reportage: Matthias Dusini

Vor fünf Jahren war es noch eines der Prunkstücke in der großen Retrospektive im Belvedere: Friedrich von Amerlings "Mädchen mit Strohhut" (1835). Voriges Jahr wurde das Bild an die Erben des Architekten Ernst Gotthilf zurückgegeben, dem es 1939 von den Nazis abgepresst worden war. In der Folge bemühten sich zahlreiche Kunsthändler darum, den Verkauf in die Wege zu leiten. Den Auftrag erhielt schließlich das Wiener Dorotheum, das das 58 x 46 cm große Bild Mitte Oktober versteigerte. Wenige Tage darauf wanderte es bereits zu Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein, der das Werk um 1,5 Millionen Euro ersteigert hatte - eine Rekordsumme für ein Biedermeier-Bild.

Jetzt befindet es sich im Büro von Johann Kräftner, dem Direktor des Liechtenstein Museums im neunten Bezirk. Es wurde über die schlichte Wendeltreppe in den letzten Stock getragen;


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