Wachstumsschmerzen

Feuilleton | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Pünktlich zur Krise liefert "Let's Make Money" eindrückliches Empörungskino

Kritik: Joachim Schätz

Diese Szenen haben auf uns gewartet: Anton Schneider, Manager eines Private-Equity-Fonds, stellt fest, dass letztlich die Steuerzahler für die immer unverhältnismäßigeren Pumpgeschäfte im Finanzdienstleistungssektor bürgen müssten. Mark Mobius, Investor mit Sitz in Singapur, erklärt, dass die beste Zeit zum Kaufen dann gekommen sei, wenn Blut auf den Straßen klebe, und zwar auch das eigene: je größer die politische oder ökonomische Krise, desto gewaltiger die mögliche Rendite.

Vor drei Jahren hat Erwin Wagenhofer an "Let's make MONEY" (so die manierierte "Originalschreibweise" ) zu arbeiten begonnen. Jetzt ist sein Film - man muss sagen: rechtzeitig - fertig und liefert einprägsame Fallbeispiele und knackige O-Töne zur aktuellen Finanzmarktkrise: Luftaufnahmen leerstehender Nobelhotels und halbfertiger Luxuswohnareale an der Costa del Sol machen den Begriff "Immobilienblase"

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