Ensembliade: Das Klangforum Wien im internationalen Vergleich

Feuilleton | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Bericht: Carsten Fastner

Der sportliche Aspekt, so beeilten sich alle Beteiligten zu betonen, spiele bei dieser Veranstaltung selbstverständlich keine Rolle, an einem wertenden Vergleich sei niemand interessiert. - Gewiss, gewiss.

Ganz ausblenden aber konnte und wollte man den Wettbewerbsgedanken dann doch nicht, als die drei unumstritten besten Spezialensembles für zeitgenössische Musik vor zwei Wochen erstmals gemeinsam auf einer Bühne standen. Zumal das Spitzentreffen bei den Donaueschinger Musiktagen auch noch unverhohlen als Ensembliade angekündigt war.

Das Pariser Ensemble Intercontemporain (geleitet von Susanna Mälkki), das Frankfurter Ensemble Modern (Franck Ollu) und das Klangforum Wien (Emilio Pomárico) spielten in einem siebenstündigen Konzert je drei Uraufführungen; der Clou dabei: Drei der Werke wurden kurz hintereinander von zwei Ensembles präsentiert.

Zunächst nahmen die Pariser Aureliano Cattaneos feinkörnige Komposition "Sabbia" ("Sand") unter die Lupe. Mit gestochener

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