Was Bach tut, das ist wohlgetan

Feuilleton | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Wolfgang Mitterer und Georg Nigl bringen alle Bachkantaten ins Konzerthaus

Vorbericht: Carsten Fastner

Kabel, Kopfhörer und Keyboards überall, riesige Bildschirme voller Hieroglyphen, ein paar Laptops und Computer, Schalldämpfer an der Wand und aus dem Nebenzimmer das sanfte Surren eines Servers: Wolfgang Mitterers Studio wirkt genau so futuristisch, wie man sich den Arbeitsplatz eines profilierten Elektronikmusikers vorstellt.

Mit einer Ausnahme: Mitten im Raum steht eine altertümlich anmutende Holzkiste, ein sogenanntes Positiv, die Miniaturausgabe einer Kirchenorgel mit nur einem Manual und wenigen Registern. Auf der Truhenorgel liegen Notenblätter, "Was Gott tut, das ist wohlgetan", eine der bekanntesten Kantaten Johann Sebastian Bachs. Wolfgang Mitterer übt derzeit einen Klassiker der Kirchenmusik.

Der Mann ist ja auch vom Fach - obwohl sich der studierte Organist seinen Namen in einem ganz anderen Bereich gemacht hat: als versierter Grenzgänger zwischen Komposition und Improvisation,


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