Amazing Grace

Feuilleton | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Disco-Ikone Grace Jones ist wieder da! Und wie. Ihr Album heißt "Hurricane". Zu Recht

Porträt: Sebastian Fasthuber

Opernball, Rosenball, Volksgarten-Disco und dann noch der Falco-Film: Was Österreich betrifft, hat sie in den letzten zehn Jahren kaum etwas ausgelassen. Und obwohl die Orte, an die es sie zog, Würde und Anmut einer Frau namens Grace mitunter zu beleidigen schienen, wickelte die Stilikone der 80er-Jahre ihre Auftritte immer noch mit der ihr eigenen professionellen Durchgeknalltheit ab. Ihre beste Zeit hatte Grace Jones, die einstige Muse von Andy Warhol und Keith Haring, freilich lange hinter sich.

Die Rückkehr der Diva ins internationale Rampenlicht ist also eine echte Überraschung. Schon seit dem Sommer ist ihr furioses Album "Hurricane" durch das vorab im Internet veröffentlichte Video zu "Corporate Cannibal" im Gespräch. In diesem wird die Sängerin durch Computertechnologie zu einem bizarren Rieseninsekt verzerrt - ein Sinnbild für die unstillbare Gier der Konzerne.


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