Hände waschen Hände

Stadtleben | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Doping ist Betrug. Sportler sollen über ihre Hinterleute aussagen oder schweigen

Bericht: Johann Skocek

Immer lauter rufen sie nach Law and Order im Radsport, im Fußball, im Triathlon und in der Leichtathletik. Warum sollten tricksende Sportler nicht das volle Programm des Rechtsstaates abbekommen und besser wegkommen als verurteilte Banker oder Raser?

An die Regeln der Bilanz und des Verkehrs müssen sich auch alle halten, sagt Gernot Schaar. Er sitzt der Rechtskommission der Nationalen Anti-Doping-Agentur Österreichs (NADA) vor. Das Gremium hat vor wenigen Tagen die Triathletin Lisa Hütthaler und die Läuferin Susanne Pumper zu je zwei Jahren Sperre verurteilt. Wegen Dopings.

Dopingexperte Schaar bezweifelt jedoch die Angemessenheit der Sanktionen. Noch niemand habe ihm plausibel den Unterschied zwischen einem Betrüger und einem Sportler erklären können, der mithilfe von Doping Prämien und Sponsorgelder erlange, sagt er.

Ein Recht, zwei Maßstäbe

Im novellierten Anti-Doping-Bundesgesetz


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