Räumliches Denken

Florian Holzer beschreibt seit 1988 jede Woche ein neues Lokal

Stadtleben | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Die Macher des Rochus legten mit dem Freiraum 117 den zweiten Gang ein

Ist weniger wirklich mehr? Ist mehr damit automatisch weniger? Schwer zu sagen, generell, und schwer zu sagen im Zusammenhang mit Lokalen erst recht. Dass ambitionierte Gastronomen danach streben, sieben Fliegen auf einen Streich zu erledigen, kann man ihnen jedenfalls nicht zum Vorwurf machen.

Jüngstes Beispiel für solch ein Vorhaben ist das neue Freiraum 117 im früheren Turek auf der Mariahilfer Straße, in dem die Betreiber des ebenfalls recht weitläufigen Rochus am Rochusmarkt einige Monate an einem neuen Großlokal arbeiteten. Die Location war kompliziert, unterbrochen von zahlreichen Stützpfeilern und Niveauwechseln, die Idee, unterschiedliche Bereiche und kulinarische Erlebniswelten zu schaffen, drängte sich damit mehr oder weniger auf.

Also begann man vorne zuerst einmal mit einer Art Diner, rotes Leder und Chrom, drei Ebenen, Blick auf die Straße, im Sommer komplett zu öffnen; von diesem Bereich führt

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