Unverstellter Klang

Steiermark | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Orestis Toufektsis hat für die Minoriten komplexe "Klangzeiten" komponiert

Porträt: Clara Pfaller

Orestis Toufektsis bleibt nicht gern an der Oberfläche. Wenn er über sein Schaffen spricht, dann genau und in die Tiefe gehend. So klingt auch die Musik, die er komponiert: Dichte, intensive Klangwelten erschließen sich dem Hörer, manchmal hat man das Gefühl, da erzählt einer sehr farbenreich eine Geschichte. "Dabei", sagt der 1966 in Tashkent geborene und in Griechenland aufgewachsene Komponist, "geht es mir um Musik, die für sich selbst steht, ohne durch traditionelle oder außermusikalische Semantik verstellt zu sein". Erklärtes Ziel seiner Arbeit ist es, Denkansätze beim Zuhörer zu reizen - die Freiheit zu hören, was er möchte, bleibe ja jedem Einzelnen.

Seit 14 Jahren lebt Toufektsis bereits in Graz, hierher gekommen ist er, um Komposition zu studieren, zunächst bei Gerhard Präsent, nach dessen Tod bei Gerd Kühr, mittlerweile lehrt er selbst an der Kunstuniversität. Vom

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