Steirerbrauch

Volkskunde

Steiermark | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

MUSIZIEREN Am Morgen, wenn die Sonne am Aufgehen war und die Augen im Gegenteil, haben sie sich im Gasthaus beim letzten Schnaps und beim vorletzten gern an den Anfang erinnert. Lang her! Weißt noch? Und damals! Und wie sie der Mama die Persil-Waschtrommeln abbetteln haben müssen, der Schwester die Melodika und dem Papa den Alkohol. Und dann In-A-Gadda-Da-Vida. Die ganze Nacht im Mostkeller. Und die Schwester die Lichtorgel mit der Taschenlampe und dem Elternheftumschlag. Damals, haben sie gesagt, ist das Lebensfundament gelegt worden. Ja, Seufzen auch dabei. Weil wenn sie damals lieber Schach-Verein gegangen wären oder Ministrieren oder New York, müssten sie jetzt nicht auf der Dorfhochzeit Vogerltanz spielen und Honolulu Strandbikini. Macht aber nichts, weil Drogen müssen sie dafür nicht. TW


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