Musik

Lieder zwischen Schönheit und Verstörung

Tipp Pop

Lexikon | aus FALTER 44/08 vom 29.10.2008

Daniel Johnston wieder in Wien

Daniel Johnston ist eine der größten Kultfiguren der amerikanischen Underground-Musikszene. Der manisch-depressive Singer/Songwriter und Maler aus Texas hat zwar auch Ausflüge in Richtung (Alternative-)Rock unternommen, bekannt ist der leidenschaftliche Beatles-Fan aber vor allem für intime, mit kindlich-naiver Stimme gesungene LoFi-Kleinode zwischen Schönheit und Verstörung. Vor allem in seiner hochproduktiven frühen Schaffensphase hat Johnston in den 80ern Lieder dutzendweise zuhause am Kassettenrecorder aufgenommen und anfangs vor allem auf Tape veröffentlicht. David Bowie ist Johnston-Fan, Kurt Cobain hat ihn verehrt und am Höhepunkt des Grunge-Booms zu größerer Popularität verholfen und Diedrich Diedrichsen bezeichnete ihn in einer Würdigung als "Scott Walker des sozialistischen Patientenkollektivs". Als Daniel Johnston vor sechs Jahren im Flex sein spätes Wien-Debüt gab, trat er solo auf und begleitete sich abwechselnd am Klavier und an der Gitarre. Diesmal kommt er mit Band nach Wien, das holländische Indie/Alternative-Country-Quartett John Dear Mowing Club kümmert sich neben der Johnston-Unterstützung auch gleich ums Vorprogramm. GS

Arena, Mi 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige