Kommentar

Alte Meister auf der Viennale: Männlich, um die 60, arriviert

Kino

Falter & Meinung | Maya Mckechneay | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Es lief alles gut auf Österreichs größtem Filmfestival. Die Qualität war verlässlich, das Kinopersonal das herzlichste und die Kinos selbst sowieso die schönsten, die man sich für ein internationales Festival wünschen kann. Das von Hans Hurch im zwölften Jahr als Festivalleiter zusammengestellte Hauptprogramm gab einen profunden Überblick über das aktuelle Festivalgeschehen. Auf ihre Bilanz kann die Viennale stolz sein: 92.000 Besucher sind knapp mehr als im Vorjahr und beinah ein Viertel so viele, wie das größte Publikumsfestival der Welt, die Berlinale, vorweisen kann. Und doch: Am Ende blieb das Gefühl, dass es in den Vorstellungen leerer geworden war, das Festivalprickeln weniger intensiv. Warum?

Vielleicht ist es gerade die Verlässlichkeit. Ihr eigentliches Profil zeigt die Viennale in der Programmierung der Seitenschienen. Hier trat in Fortsetzung vergangener Jahre die Handschrift einer bestimmten Generation zutage. Die geehrten Herren Bob Dylan, Werner Schroeter und


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