Wertungsexzess

Hero der Woche: Kurt Scholz

Politik | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Kurt Scholz, einst streitbarer roter Stadtschulratspräsident, geht in Pension

Kurt Scholz war ein Mann offener Worte. Damit war der ehemalige Wiener SPÖ-Stadtschulratspräsident seiner Partei manchmal unbequem. Zum engen Kreis um Bürgermeister Michael Häupl gehörte er nie, 2001 löste Häupl den streitbaren Scholz durch die linientreue Susanne Brandsteidl ab und ernannte ihn zum Restitutionsbeauftragten – ein angesehener Job, aber am Rand des Politgeschehens. Scholz kam 1984 mit seinem Mentor Helmut Zilk in die Stadtverwaltung und kümmerte sich dort um heikle Themen. So war er mit der Gründung des Jüdischen Museums oder der Aufstellung von Alfred Hrdlickas „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ befasst. Als Stadtschulratschef legte er sich gerne mit den Konservativen an: Die Lehrergewerkschaft bezeichnete ihn einmal gar als „publicitygeilen Stadtneurotiker“.


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