Ein Stück des Weges: Der freiheitliche Ex-Parteichef Norbert Steger kehrt zur FPÖ zurück

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Am Dienstag im Parlament präsentierten sich die Freiheitlichen noch stramm national: Mit der blauen Kornblume am Revers, in den 30er-Jahren Erkennungszeichen der damals illegalen Nazis, wählten sie Martin Graf, Burschenschafter der rechtsextremen Olympia, zum dritten Nationalratspräsidenten.

Am Tag danach schlug die FPÖ andere Töne an. Da präsentierte Parteiobmann Heinz-Christian Strache den ehemaligen Vizekanzler Norbert Steger als neuen freiheitlichen Stiftungsrat im ORF. Steger gilt als Liberaler, er führte die FPÖ 1983 unter Bundeskanzler Bruno Kreisky in eine rot-blaue Koalition, versuchte als FPÖ-Parteiobmann, die „Kellernazis“ loszuwerden und der Partei ein liberaleres Image zu verpassen. 1986 putschte Jörg Haider den Liberalen am Innsbrucker Parteitag mithilfe der Nationalen von der FPÖ-Spitze.

Jetzt ist Steger wieder zurück. „Natürlich wurde mit meiner Nominierung das freiheitliche Spektrum wieder ein Stück erweitert“, sagt der ehemalige Vizekanzler und zitiert

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