Wenn Tierschutz nach Erbrochenem stinkt

Politik | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Der Tierrechtler Martin Balluch erklärt Kleiderbauer-Chef Werner Graf schnell mal zum Versicherungsbetrüger

Prozessbericht: Florian Klenk

Vor der Wahl war der Fall der Tierschützer noch ein großes Politikum. Jetzt verirrt sich kein Journalist und kein Grünpolitiker in den 21. Stock des Justiztowers. Dabei traf dort „das System“ auf „die Zivilgesellschaft“. Oder so. Das „System“: Werner Graf, Chef von Kleiderbauer, Anzug, Maßhemd, seit zwei Jahren Feindbild radikaler Tierschützer, weil er Pelze verkauft.

Die „Zivilgesellschaft“: Martin Balluch, Kapuzenshirt, Sandalen, aus denen seine Zehen lugen. Balluch ist Chef des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) und Vorkämpfer des modernen Tierschutzgesetzes.Er wird mit anderen Aktivisten aber auch beschuldigt, Kopf einer kriminellen Organisation zu sein, weil er Unternehmen mittels strafbarer Handlungen unter Druck setze.

Balluch und Graf treffen hier im Handelsgericht das erste Mal aufeinander. Es geht hier nicht um Balluchs Schuld.


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