Strahlende Aussichten

Politik | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Vor 30 Jahren sagte Österreich Nein zur Atomkraft. Nun wird die Kernenergie wieder zur Zukunftshoffnung

Bericht: Ingrid Brodnig

Statt digitaler Touchscreens gibt es hunderte Knöpfe. Statt Handys zum Notruf ein rotes Telefon mit Wahlscheibe. In Zwentendorf, dem einzigen österreichischen Atomkraftwerk, ist vor 30 Jahren die Zeit stehengeblieben: Am 5. November 1978 stimmte die Bevölkerung gegen die Inbetriebnahme – mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,47 Prozent.

Heute ist Zwentendorf, das 40 Kilometer nordwestlich von Wien liegt, ein Ersatzteillager für ausländische Kraftwerke, ein Übungsplatz für deutsche Atomtechniker. Doch es braucht nur ein wenig Fantasie, um das Werk zum Leben zu erwecken. Da tragen Arbeiter weiße Leinenoveralls, Schutzhelme, Hightechequipment. 750 Megawatt könnten hier produziert werden. Strom für rund zwei Millionen Haushalte.

Atomkraft in Österreich – vor diesem Gedanken graut es Umweltschützern. Doch Kernenergie hat viel von ihrem Schrecken verloren:


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