„Ein toller Song, der schlecht aufgenommen ist, interessiert heute niemanden“

Feuilleton | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Patrick Pulsinger ist heute der vielseitigste Produzent des Landes. 1993 gründete er mit Erdem Tunakan das Label Cheap Records und wurde zunächst durch seine eigenen Platten bekannt („Carrera“, 1997). Mittlerweile hat sich der gebürtige Ostdeutsche, Jahrgang 1970, als Musiker weitgehend zurückgezogen und arbeitet vor allem als Produzent zwischen Elektronik, Avantgarde und Rock. Hier erklärt er Aufgabe und Bedeutung seines Jobs.

Falter: Wofür ist ein Musikproduzent da?

Patrick Pulsinger: Er ist der, der das große Bild im Auge hat, dem eine Band ihre Platte ein bisschen in die Hände legen kann. Meist stößt sie bei dem, was sie künstlerisch tun kann, irgendwann an eine Grenze. Auch organisatorisch ist es schwierig, wenn bei vier oder fünf Leuten für jedes kleinste Ding eine basisdemokratische Lösung gefunden werden muss. Mitunter ist es besser, eine gewisse diktatorische Struktur zu haben. Es gibt wen, der filtert und sagt: Leute, das ist die bessere Lösung.

Wie funktioniert


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige