Der neue Bond: „Ein Quantum Trost“ für einen traurigen Agenten — und für seine Fans

Feuilleton | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Text: Michael Pekler

Der neue Bond hat jetzt also zwei Mal gelebt. Traurig wirkt er mittlerweile und müde. Im schönen Siena wird er zu Beginn während eines Verhörs von M selbst zur Rede gestellt. Mies sehe er aus, bekommt er von der Chefin zu hören. Bond sei Dienstnehmer. Seine persönlichen Befindlichkeiten solle er gefälligst dort lassen, wo sie hingehören, nämlich in der Vergangenheit.

Doch genau das ist nicht möglich, es würde bedeuten, dem – ja, noch immer – berühmtesten Geheimagenten der Welt den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Denn Bonds Existenz beruht nicht darauf, die Welt zu retten, das machen andere auch, viele besser und ohne dabei derart großen Schaden anzurichten. Sie beruht vielmehr darauf, immer wieder auftauchen zu müssen. Denn auch das ist Bonds Aufgabe: Er muss in regelmäßigen Abständen für Menschen sorgen, die von ihm abhängig sind, vor allem hinter der Leinwand. Im Film ist Bond Collagefigur, auf dem wahren Kampfplatz Ersatzteillager.

In „Quantum


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