Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadtbegebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

... dass Giraffen, die sich selbst „oral befriedigen“, von Anrainern als anstößig empfunden werden. Zumindest regten sich Nachbarn des Punkhauses an der Johnstraße über ein entsprechendes Bild an dessen Fassade auf. Die Wandmalerei soll nun entfernt werden. Dabei finden ähnliche Szenen täglich in jeder Hundezone der Stadt statt. Wie die Tiere!

… dass Schönbrunn wieder eine U-Bahn-Station hat. Seit Anfang November fährt die U4 die frischrenovierte und generalsanierte Haltestelle wieder an – das freut nicht nur Anrainer und Touristen, sondern sicher auch die Tiere dort im Tiergarten.

… dass 1000 Tonnen Laub jeden Herbst in Wien anfallen. Was der Wind den rund 600.000 Laubbäumen in der Stadt gerade entreißt, müssen derzeit 2200 Arbeiter entfernen. Schmutziges Straßenlaub wird verbrannt, Parklaub kompostiert. In den großen Parks bleibt das Laub – als Dünger für den Boden. Und als Unterschlupf für die Tiere, die ganz kleinen.

... dass der J-Wagen wohl von der Straße, aber nicht aus den Köpfen zu bekommen ist. Die Neuorganisation der Ringrundlinien wurde zwar von einer Aufklärungskampagne begleitet, viele Bimpassagiere reagieren aber immer noch überrascht, wenn statt der Linie J nun der 2er kommt. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

… dass Hütchenspieler nicht nur auf dem Brunnenmarkt die Leute abzocken, sondern auch auf der Kärntner Straße ihr Unwesen treiben. Spätestens wenn es in der Hofburg oder vor Schloss Schönbrunn heißt: „Wo ist das Kugerl?“, werden sich die Verantwortlichen etwas überlegen müssen. Andererseits: Wer immer noch nicht weiß, dass Trottoirroulette Trickbetrug ist, dem ist auch nicht zu helfen.


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