„Dekoration ist alles“

Stadtleben | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Die umstrittene Calatrava-Brücke in Favoriten scheiterte. Mak-Chef Peter Noever hält das für keine gute Idee

Gespräch: Joseph Gepp

Es hätte das neue Wahrzeichen des südlichen Wien werden sollen: der ambitionierte – und umstrittene – Steg über die Favoritner Triester Straße. Der spanische Stararchitekt Santiago Calatrava hätte ihn bauen sollen, im Juni wurde das Projekt mit großem Pomp präsentiert. Der städtische Auftrag erfolgte ohne Ausschreibung; Aussehen, Kosten und ein möglicher Fertigstellungstermin standen zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Jetzt ist die Brücke an massiver Kritik und Kostenexplosion gescheitert. Mak-Direktor Peter Noever hält das – im Interesse der gesamten Wiener Stadtplanung – für eine falsche Entscheidung.

Falter: Herr Noever, hätte Wien einen Calatrava gebraucht?

Peter Noever: Das ist das Denken von Provinzstädten. Wien braucht niemanden. Wir sind ja nicht in Wels oder Braunau am Inn. Nach großen Namen zu rufen, dient hauptsächlich dazu,

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