Zwischen Lenin und Kaltenegger

Steiermark | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Zum 90. Geburtstag ist die KPÖ im Bund bedeutungslos – aber wie ticken die steirischen Genossen?

Bericht: Herwig G. Höller

Ein schmuckloses Bankerl in einem Korridor des Grazer Rathauses. Ein buntes Grüppchen wartet vor dem Büro der kommunistischen Wohnungsstadträtin Elke Kahr. „Die helfen, die wähl’ ich“, meint eine Frau. „Du musst ehrlich zu ihnen sein, dann helfen sie auch in Notlagen“, erklärt ein Pensionist. Eine Frau sekundiert: „Und das nicht nur vor der Wahl!“

Es ist Donnerstagvormittag und Elke Kahr hat Parteienverkehr. „Dienstag und Donnerstag mache ich von acht bis 18 Uhr nichts Anderes“, erzählt sie, immer wieder durch Handyanrufe Hilfesuchender unterbrochen. Viele kämen mit Anliegen, die das Wohnungsressort betreffen, aber auch mit Jobsorgen und finanziellen Schwierigkeiten: „Das ist wie eine sozialarbeiterische Tätigkeit.“ Monatlich 5300 Euro netto plus Zulagen verdient die Stadträtin: „1800 Euro behalte ich mir, mit dem Rest helfe ich, wenn


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige