Vom Diebstahl im Stillen

Steiermark | aus FALTER 45/08 vom 05.11.2008

Der US-Aktivist David Bollier sieht die Güter bedroht, die uns allen gehören

Interview: Gerlinde Pölsler

Eine selbst gezeichnete Micky Maus an der Wand eines Kindergartens, die Erbinformationen einer Reissorte, die in Indien seit Jahrhunderten angepflanzt wird, die Luft, freie Software: All diese Dinge haben etwas miteinander zu tun. Die natürlichen und kulturellen Ressourcen, die Gemeingüter oder „Commons“, sind bedroht. Private Unternehmen patentieren Reis, der fortan nur mehr gegen Bares angepflanzt werden darf, Micky muss von der Wand runter, weil der Disney-Konzern ihn für sich beansprucht. Einer der unermüdlichsten Kritiker solcher Entwicklungen ist der US-Autor und Aktivist David Bollier, der jedoch auch ermutigende Beispiele sammelt, wie Menschen jenseits von Staat und Markt eine dritte Produktionsstätte aufbauen – nachzulesen Anfang 2009 in seinem neuesten Buch „Viral Spiral – How the Commoners Built a Digital Republic of Their Own“. Vor allem schreitet Bollier


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